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[Ein paar Gründe...] Wir beide Irgendwann

Sonntag, Dezember 9 | 11 Beloved Words

...von Jay Asher & Carolyn Mackler

Das gefällt...

Die Idee Die '90er. 'Facebook', das gibt es damals noch nicht. Aber Emma und Josh werden irgendwie schon eingeloggt und"sehen" gewissermaßen ihre Zukunft. Darauf muss man schonmal kommen - und den Lesern zu zeigen, wie es damals war, als das Internet erst entstanden ist, war echt eine tolle Sache! Dann auch noch diese Theorie, das man sobald jemand nur das kleinste Detail in der Gegenwart verändert, sich auch die ganze Zukunft wieder verändern kann....wow. Der Autor hatte schon bei "Tote Mädchen lügen nicht" den Schwerpunkt darauf gelegt, wie wichtig unsere Handlungen sind und welche Auswirkungen sie haben, und das hat er auch wieder hier mit Bravour gemacht!
Josh...ist wirklich ein unglaublicher Kerl! Ein liebenswürdiger Typ, bei dem man genau merkt, dass jedes Mädchen sich auf ihn verlassen kann und er ein wahrer Freund fürs Leben ist!
Hach, ich selbst hab mich ja dann auch ein Stück weit in ihn verguckt, weil er echt so toll ist und es sowas von verdient hat, die Liebe seines Lebens haben zu können! Und für mich war er auch oft der einzige Vernünftige in diesem Buch - pah!...;)
Der Schreibstil Zwar haben ja eine Frau und ein Mann das Buch geschrieben, aber einen gravierenden Unterschied gab es überhaupt nicht! Man merkt ja doch, wann es wechselt, das ist ja klar - der Junge, und dann wieder das Mädchen, die erzählen, aber wat solls! Jedenfalls mochte ich schon in seinem ersten Buch Jay Ashers Stil und natürlich hat er mich auch hier wieder rumgekriegt! Von Carolyn Mackler hatte ich bis dahin noch nie was gehört, doch auch sie hat einen schönen und fließenden Schreibstil, dem ich super-duper folgen konnte =)

Und das nicht so sehr...

Emma?!...hat genervt, unzwar öfter als dass ich sie mal sympathisch fand! Sie kam mir viel zu oft gemein, selbstbezogen, egoistisch, viel zu empfindlich, naiv, eingebildet und...........ach hab ich schon egoistisch erwähnt? Sie hat nie darauf geachtet, wie Josh oder andere sich vielleicht fühlen, bei den Dingen die sie gemacht hat, nie daran gedacht, was für Auswirkungen das haben könnte. Für eine 16jährige kam sie mir einfach zu Ich-bezogen und naiv vor. So handelt doch keine junge Frau! Und ich meine, ich bin erst noch zwei Jahre jünger und finde das............regt zum Nachdenken an, oder? Ich habe aber auch schon überlegt, ob Carolyn Mackler so sehr damit zeigen wollte, wie wichtig es ist an unser Handeln gegenüber anderen zu denken, dass es etwas ausgeartet ist. Wie auch immer, ich fand es leider nicht so gelungen.
Fehlender Tiefsinn Weil es nur noch um Emma's jugendliche Handlungen geht oder das Josh sich verändert, da er plötzlich der absolute Mädchenschwarm wird, rückt die grundlegende Idee des Buches weiter in den Hintergrund und die Autoren haben sich in einem Liebes-Jugendbuch verloren, das sich nur noch um Probleme von zwei naiven Menschen kümmert. Ich hatte eigentlich mehr erwartet, doch die potenzielle Tiefe des Buches (die auf jeden fall vorhanden war) hat sich irgendwann verflüchtigt. ;/
Das Umsetzen der Ideen Wie schon erwähnt, ist es eine tolle Idee, dem Leser nahezubringen, dass man daran denken sollte, was man anrichten kann, bevor man etwas tut. Jedoch ist bei diesem Buch irgendwas gescheitert. Es gab immer solche gute gemeinten Ansätze, aber die Naivität von Emma und das Untätig-Sein von Josh haben es nicht unbedingt besser gemacht. Da sich Emma immer mehr von Facebook einspannen lässt, wird gut gezeigt, was unser ach so tolles FB anrichten kann, aber die wirkliche "Moral der Geschicht" ist auf halbem Weg wohl abhanden gekommen und damit haben sich die Autoren nicht mehr so gut ausdrücken können.

Also?!

Ich hoffe, ihr habt gemerkt, dass ich etwas zwiegespalten bin. Die Grundidee finde ich einfach nur klasse, aber die Charaktere, deren Navität und Einfältigkeit haben sehr viel von dem Charme des Buches genommen. Beide kamen mir für ihre kindlichen Handlungen eigentlich schon zu alt vor, und ich muss es nochmal wiederholen, ich finde es einfach total schade, dass die Tiefe der Geschichte sich verliert. Das, was dieses Buch auch aussagen wollte (davon geh ich jetzt mal aus), z.B. wie es früher war ohne Facebook oder was es anrichten kann oder dass man immer über sein eigenes Verhalten nachdenken sollte, hat es irgendwie nicht gerade gut vermittelt. Und trotzdem erzählen die Autoren eine wunderbare Geschichte über Freundschaft, die erste Liebe und über die alte Zeit in den '90ern, als das Internet erst ins Rollen kam.
Ein hoher Unterhaltungswert hatte das Buch auf jeden Fall und ich würde es jedem Raten, der ein paar vergnügliche Stunden verbringen will.

3 von 5 Coffee Hearts!




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Kommentare:

  1. Oh ich liebe "Tote Mädchen lügen nicht". Ich hab es so mindestens 9 mal gelesen und es ist echt eines meiner absoluten Lieblingsbücher !
    Ich denke also, dass ich mir "Wir beide, irgendwann" trotz deiner Kritik zulegen werde :)
    -R<3

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    1. Tote Mädchen lügen nicht, ist wirklich ein Hammer und eines meiner Lieblingsbücher ist es definitiv auch!
      Das würde ich auch nieee abempfehlen, nur war es leider etwas anderes als erwartet - aber es lohnt sich total!

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  2. Ohje, ich habe es gerade ertauscht und bin jetzt ein wenig unsicher wie es mir gefallen wird :o. Zum Glück muss es eh noch ein wenig warten und dadurch ist es weniger schlimm. Puh!

    Danke aber für die Rezi :-).

    Gruß
    Nadine

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    1. Oh oh, ich wollte dich eindeutig nicht erschrecken! Könnte sein, dass es dir vieeeel besser gefällt als mir, weil ich mir einfach anderes erwartet hatte, also lass dich davon nicht vollkommen beeinflussen - nur lies es, wenn du auf ein einfaches, unterhaltsames Jugendbuch Lust hast und nicht auf viel Tiefgründigeres ;)

      Oh bitteschön, bin froh, mal wieder eine geschafft zu haben :D

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  3. schöne kritiken:)
    vielleicht hast du ja lust an meiner blogvorstellung mitzumachen?:)

    http://alisa-adorable.blogspot.de/

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  4. Ich fand Emma auch manchmal ziemlich nervig, aber darüber konnte ich eigentlich hinweg sehen. Naja, was soll ich sonst noch sagen, außer dass ich dir sonst voll und ganz zustimme? :D

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    1. So gings mir auch ehrlich! Aber jetzt, nachdem ich eine längere Zeit darüber nachgedacht hab, weil's schon her ist seitdem ich das Buch gelesen habe, fällt mir Emma einfach total negativ auf! Leider :/

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  5. Vielleicht liest du dir die Rezension noch ma durch,da ein paar Fehler vorgekommen sind in der Rechtschreibung,aber das passiert sehr leicht am PC/Laptop ^^
    Mich interessiert die Geschichte eigentlich gar nicht.

    LG May

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    1. Joah, ich schreib eigentlich immer mit der 10Finger-Technik, aber derzeit hab ich mich an der rechen Hand verletzt, deswegen wars diesmal etwas schwerer ;)
      Naja, jedem das Seine, stimmts^^

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  6. Yeah, endlich jemand der Emma auch nicht wirklich mag ^^ Also eigentlich fand ich sie ja im Grunde genommen schon sympathisch, aber manchmal hätte ich ihr für ihr Verhalten am liebsten eine verpasst ^^ Sie war manchmal einfach soo egoistisch und nervig... Ich hatte wahrscheinlich aber auch zu hohe Erwartungen, weshalb ich dann schliesslich nicht vollkommen begeistert von dem Buch war.

    Ich finde das immer total schade, wenn mir ein solches Buch nicht gefällt, obwohl ich die Grundidee einfach toll finde. Das ist mir letztens auch bei Dark Queen passiert, dass ich die Idee dahinter soooo toll fand, aber die Umsetzung meiner Meinung nach an gewissen Stellen einfach geschwächelt hat.

    Aber naja, es kann ja nicht jedes Buch perfekt sein ^^

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    1. Das ging mir echt genauso, irgendwie konnte ich sie einfach nicht ausstehen, ich weiß leider auch net warum :P Klar, bei Jay Asher ist man ja eigentlich schon besseres gewöhnt, deswegen hatten alle so riesen Erwartungen, die wohl echt schwer zu erfüllen waren....*seufz*

      Genau, das ist dann immer so ein tolles Potenzial einfach nicht ausgenutzt, total traurig =/ Ja, das hab ich schon öfters gehört bei dem Buch, deshalb werd ichs mir wahrscheinlich nicht zulegen ;)

      Dito!

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