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Lost in a Dream

Dienstag, Mai 14 | 4 Beloved Words

"Phantasie ist nicht Ausflucht. Denn sich etwas vorstelle, heißt, eine Welt bauen, eine Welt erschaffen."
-Eugène Ionesco

Vor kurzem erst, bin ich vollkommen erschrocken aus einem Traum aufgewacht. Die Eindrücke, die ich hatte waren so real und zum Greifen nah, dass ich einfach meinen Laptop schnappen und sie aufschreiben musste.. Falls ihr Zeit und Lust habt könnt ihr ihn euch gerne mal durchlesen ^^ Es ist vielleicht etwas verwirrend, da ich es ursprünglich nicht für jemand anderen, als mich selbst, aufgeschrieben habe also entschuldige ich mich lieber schon mal im Vorraus :-P

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„Nun begebt euch in die Mitte!“

Ms. Gregorys energische Stimme wurde von den Wänden der Turnhalle zurückgeworfen. In was hatte ich mich da nur wieder gebracht? In unserer Turnhalle war, wie bei den meisten, ein Basketball Feld auf den Boden aufgemalt worden. Die schwarzen Striche waren allerdings schon ziemlich verblasst.  In der Mitte war ein großer schwarzer Kreis, da wo man das Spiel normalerweise beginnt. Dieser hingegen war klar zu erkennen, auch wenn sich darauf die unzähligen, blassen Schuhabdrücke der Schülerschaft abbildeten. Emilia lächelte mir aufmuntert zu, während wir uns mit ungefähr sechs anderen Mädchen langsam zu besagtem Kreis begaben. 
Was lief hier nur vor sich? Unsere Schulleiterin Ms. Gregory hatte, bisher keinen Fuß in die Turnhalle gesetzt. Sie stand einfach im Türrahmen. Hinter ihr hatte sich ungefähr unsere gesamte Jahrgangsstufe versammelt. Einige blickten neugierig und andere tieftraurig zu uns herüber. Ich hatte absolut keine Kontrolle über meinen Mund. Ich konnte keine Fragen stellen. Ich konnte nur hilflos bei allem zusehen. Rechts von mir stand meine braunäugige Freundin, Emilia. Links, Mädchen die ich, mehr oder weniger, flüchtig aus dem Unterricht kannte. Sie schienen entschlossen und selbstbewusst. Ich kam mir dagegen vor wie ein Küken.

 „Werft etwas hinein, das ihr nicht verlieren wollt!“ Diese Anweisung überrumpelte mich. Bevor irgendeiner Fragen stellen konnte, ich konnte es ja sowieso nicht, machte sie eine absenkende Handbewegung, die dafür sorgte, dass plötzlich alles um den Kreis herum, in dem wir standen, zu Wasser wurde. Es wurde immer tiefer, bis es fast bodenlos erschien. Es war auch nicht besonders klar, es schien fast so als hätte es eine Ewigkeit unter der Erde gewartet, um hervor kommen zu dürfen. Die Anderen suchten etwas aus ihren Taschen. Etwas, das sie nicht verlieren wollten. Das ist doch mal totaler Schwachsinn. Wieso sollte man etwas in nahezu bodenloses Wasser werfen, was man nicht verlieren will? Und wieso hatten alle irgendetwas dabei? Meine Hand griff suchend in meine Hosentasche. Fand aber nur ein Haargummi. Naja irgendwie sind die ja auch wichtig oder? Ich meine, wenn wir heute Sportunterricht gehabt hätten, hätte ich es gebrauchen können. Ok das war eine ziemlich lahme Ausrede. Aber da ich sowieso nicht hier sein wollte und auch keine Ahnung hatte wie ich hierhergekommen war, holte ich einfach aus und warf das Haargummi ins Wasser. Das schien aber anscheinend niemanden zu interessieren, deshalb wartete ich etwas neugierig darauf, was Emilia wohl ins Wasser werfen würde. Sie fand das ganze hier bestimmt genauso idiotisch. 

Achja und übrigens war diese "Emilia" in meinem Traum: Emilia Schüle. Ich habe absolut keine Ahnung, was sie da verloren hatte aber naja Träume kann man ja nicht kontrollieren ^^
Oder … auch nicht. Sie holte die Halskette heraus. Die Halskette ihres Vaters. Ich kenne nichts, dass ihr mehr bedeuten würde. Aber in diesem Moment warf sie nur einen kurzen Blick darauf, bevor sie es in die ruhigen Wellen warf. Keine  Ahnung was die Anderen hineingeworfen hatten, aber sie blickten einfach nur stumm geradeaus. „Falls eure Gabe sich als würdig erweist werdet ihr auserwählt.“ Gabe? Würdig? Auserwählt? Mein Kopf fühlte sich komisch an. Irgendwie schwindelig. Ich wollte gerade anfangen mir die Schläfen zu massieren, aber dafür blieb mir sowieso nicht genug Zeit. Etwas und es tut mir unendlich leid, dass ich euch keine Details preisgeben kann, kam plötzlich aus der Wand geschossen. Es war weder grausam noch zahm. Es war einfach eine Art… Energie. Ich konnte sie nicht sehen aber ihre Bewegungen hören. Ich konnte sie nicht fühlen aber ihre Präsenz spüren. Die Schüler, die hinter Ms. Gregory standen, schienen aber von der Energie nichts mitzubekommen. Unsere Schulleiterin verzog keine Miene aber mir war klar, dass sie einfach wusste was hier vorging. Sie wusste s. Ich wünschte mich hätte mal jemand aufgeklärt! Die Energie flog übers Wasser und kam langsam näher auf den Kreis zu. Emilias Augen weiteten sich. Die Anderen Mädchen gingen einen Schritt zurück. Genauso wie ich. Einfach aus Reflex.  

Meine Freundin aber blieb stehen, sie hatte wohl den Zustand erreicht den man als „starr vor Angst“ bezeichnete. Dazu hatte sie auch allen Grund, wie sich herausstellte. Auf einmal verstärkte sich die Anwesenheit, der Energie und sie packte Emilia. Sie hob sie mit Leichtigkeit hoch und nun konnte sich jene nicht mehr halten: sie fing an zu schreien. Unsere Schulleiterin beobachtete, das mit gleichgültiger Miene aber in ihren Augen konnte ich für einen kurzen Moment so etwas wie Mitgefühl aufflackern sehen. „Hilf mir!“ Emilia sah mich ängstlich an, während das, was auch immer es war, sie immer weiter in die Höhe hob und in Richtung Wand verfrachtete. Was sollte das denn? Plötzlich kam eine gigantische Wut in mir auf. Wie konnte das Ding es wagen meine Freundin, wie eine Packung Fischstäbchen zu behandeln?! Mir war völlig egal, das sich vor mir eingentlich immer noch Wasser befand ich lief einfach der Energie hinterher. So schnell ich konnte. Entgegen meiner Erwartungen ging ich nicht unter. Überall, da wo ich auftrat tat sich wieder der, wie üblich, verdreckte Turnhallenboden auf. Ich hörte wie alle Anwesenden erschrocken nach Luft schnappten. Keine Ahnung ob das an der Tatsache lag, dass ich in diesem Moment  das perfekte Gegenstück zu Moses bildete oder daran dass meine beste Freundin gerade wie ein Ping Pong ball durch die Luft geschleudert wurde. 

Emilia streckte ihre Hand aus und ich ergriff sie, kurz bevor mir klar wurde, dass wir durch die Wand gezogen werden würden! Das Ding dachte allen Ernst, das wir da lebend durchkamen! Oder vielleicht hoffte es auch gerade das nicht… Die Aussicht auf einen Tod dieser Art, löste in mir monumentale Panik aus. Trotzdem konnte ich meinen Mund einfach nicht öffnen. Meine beste Freundin schrie für mich allerdings mit und so verschwanden wir beide durch die Wand, mehr oder weniger unserem Schicksal entgegen.
Wie auch immer, ich hab die Turnhalle jedenfalls schon immer gehasst…

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Soll ich öfter mal meine Träume aufschreiben? Dann wären diese Posts hier so eine Art Traumtagebuch ^^ 

Kommentare:

  1. Wow. Du hast echt Klarträume oder? :0
    Wenn ich träume bin ich in der einen Sekunde auf einem Schiff und im nächsten Moment in einer chinesischen Kneipe wo mich jemand an chinesische Händler verkaufen will, wtf?!
    Ich fänds toll wenn du deine Träume aufschreibst! :D Bei dir klingts sogar wie ne richtige Geschichte!!

    UND man kann Träume steuern ^^ Nennt sich "Luzides Träumen" und ist recht einfach, hab ich auch mal gemacht aber meine Träume waren dann irgendwie total öde... :)

    LG
    Boncuk
    http://kitapkulesi.blogspot.de/

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    1. Ja wenn man schläft ist man irgendwie nicht mehr so kreativ o.O
      Eigentlich hab ich auch so verwirrende Träume, die so komisch abgehakt sind und das war bei diesem Traum auch so. Bloß war diese Situation so real, dass mir dieser kurze Traum wie eine Ewigkeit vorgekommen ist, kennst du das? Das mit dem chinesischen Händler ist irgendwie creepy aber ich hab auch manchmal solche Träume xD

      glg Foro

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  2. Ich träume auch immer sehr "echt" und manchmal schreibe ich meine Träume auch auf, vielleicht mache ich auch mal eine kleine Rubrik dazu auf meinem Blog. Der Stoff dazu ist ja unbegrenzt :D

    LG, Sandrina

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    1. Ja das solltest du auf jeden Fall machen!
      Ich finde Träume liefern die besten Geschichten, weil sie
      irgendwie in uns drinstecken aber erst wenn wir keine Kontrolle mehr
      haben, so richtig "hervorkommen" ^^
      Ich liebe "echte" Träume eigentlich aber bei diesem hier, hatte ich
      die ganze Zeit irgendwie Panik... liegt an dem Wasser. Ich bin nicht wasserscheu
      oder so, aber Wasser jagt mir in meinen Träumen nahezu immer Angst ein... xD

      glg Foro

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